42 Jahre Füührwehrbeiz-Geschichte
Die Füührwehrbeiz hat eine lange Tradition - hier einige Meilensteine dazu.
1984
Die Gründung der Füührwehrbeiz fand statt durch das Einweihungsfest vom Anbau 3 neuer Fahrzeugboxen des altes Feuerwehr-Depot an der Bankstrasse 13. Draussen vor dem alten Depot wurde der erste Poulet-Grill aufgestellt, in zwei Fahrzeugboxen wurden Tische und Bänke aufgestellt und im ersten Stock eine Bar eingerichtet. Organisiert wurde das Fest von der damaligen Pikettkompanie, allen Voran Sepp Specker, Paul Nufer, Paul Hiestand und Ueli Affentranger.
1985
Die Feuerwehr-Pikettkompanie wollte anlässlich der WEGA wieder eine Füürwehrbeiz durchführen, och die Bewilligung wurde von der Messe Weinfelden verweigert mit der Begründung, dies konkurrenziere die WEGA-eigenen Festwirtschaften und das einheimische Gastgewerbe zu stark. In diesem Jahr fand somit leider keine Füührwehrbeiz statt.
1986
Auf Initiative der Weinfelder Schützen wurde das WEGA-Schiessen wieder neu aufgenommen. Im alten Feuerwehrdepot an der Bankstrasse 13 (gegenüber Eigenhofweg) wurden in zwei Fahrzeugboxen 10 Meter Stände für Luftgewehre und Luftpistolen eingerichtet. Zu diesem Schiessbetrieb gehörte eine Schützenstube und diese durfte abwechslungsweise von der Feuerwehr-Pikettkompanie, sowie von der Kompanie Ost und West betrieben werden.
2001
Erneut gab es grosse Diskussionen, als das alte Feuerwehrdepot an der Bankstrasse 13 im Jahr 2001 abgebrochen wurde und die Schützen das Schiessen nicht mehr weiterführen wollten. Nach längeren Verhandlungen erhielt der 1992 aus der vorhergehenden Feuerwehrvereinigung gegründete Feuerwehrverein die Bewilligung, im neuen grossen 2000 fertig gestellten Feuerwehrdepot an der Bankstrasse 6 die Füürwehrbeiz durchzuführen. Die Füürwehrbeiz musste aber dafür den Umzug des Feuerwehrmaterials in die LKW-Garage der Kartonfabrik Model AG übernehmen. Dies hatte sogar den Vorteil, dass die Feuerwehr bei einem Ernstfall effektiver ausrücken konnte, als dies der Fall gewesen wäre am Standort des richtigen Feuerwehr-Depots mitten in der Stadt. 16 Jahre lang wurde die Füührwehrbeiz im Depot Bankstrasse 13 durchgeführt.
JJJJ (Der Firstbalken-Vorfall)
Da der Platz für die Füührwehrbeiz im alten Feuerwehrdepot an der Bankstrasse 13 nicht ausreichte, wurde jeweils ein Teil des Zeltes das im Sommer am Schützenhaus von Weinfelden angebaut war, am alten Feuerwehrdepot angebaut. Damit das Zelt an der Fassade angebaut werden konnte, musste ein Firstbalken mit Schrauben an der Wand befestigt werden. Als Walter Brauchli mit dem Einhängen der Querbalken oben auf dem Dach beschäftigt war, stürzte plötzlich die ganze Dachkonstruktion ein. Die Schrauben hatten der Belastung infolge des weichen Mörtels im alten Gemäuer nicht standgehalten. Walter brach sich den Fuss und musste ins Spital eingeliefert werden. Er spürt die Unfallfolgen zeitweise noch heute. Trotz diesem Unfall müssen wir froh sein, dass das Dach nicht erst dann einstürzte, als das Zelt mit Gästen der Füührwerhbeizgefüllt war.
Paul Hiestand holte darauf einen Kompressor und den grossen Bohrhammer. Er bohrte Löcher durch das rund 80 cm dicke Gemäuer und befestigte mit dicken Gewindestangen und grossen Ankerplatten den Firstbalken an der Wand des Depots.
Als wir 2000 ins neue Depot zügelten, war die Befestigung des Firstbalkens an den Betonstützen kein Problem. Nur die Montage und Demontage über die Leiter war jeweils eine wacklige und schweisstreibende Übung. Nach der dritten Füürwehrbeiz 2003 im neuen Depot hat der Bautrupp beschlossen, den Firstbalken nicht mehr zu demontieren, in der Hoffnung, dass dies „niemand“ bemerke. Seither hängt der Firstbalken des Füürwehrbeizzeltes das ganze Jahr an der Fassade des neuen Feuerwehrdepots Bankstrasse 6.
Einsatzalarme
Beinahe jedes Jahr war während der WEGA ein Alarm zu verzeichnen. Fast immer waren es kleine Einsätze. Damals waren noch keine Frauen in der Feuerwehr eingeteilt. Aber wenn das Telefon klingelte, wusste jede Frau es ist Feueralarm und eilte innert kürzester Zeit in der Füürwehrbeiz um den Grill , das Bufffet und die Bedienung im fliegenden Wechsel zu übernehmen, so dass die Männer in den Einsatz konnten.
JJJJ Es regnet (nur) im Zelt
An einem Abend begann es im Zelt zu regnen. Im Zelt war es noch sehr warm und der Pouletgrill lief auf Hochtouren. Das Kondenswasser tropfte in die Instrumente und die Verstärkeranlagen des Ellmauer-Trios. Feuerwehrmässig wurde kurzerhand eine Plastikfolie in die Nische der Musiker montiert, und die Unterhaltung konnte weitergehen.
Nachtschicht in der Zimmerei
Die Musiker der Füührwehrbeiz heizten die Stimmung derart an, dass Gäste und Feuerwehrleute auf die Bänke und Tische stiegen und im Takt der Musik feierten. Immer wieder hielten einzelne Bänke und Tische der Belastung nicht stand. Kurt und Roli reparierten und verstärkten fast jede Nacht in der Weinfelder Zimmerei Bornhauser die defekten Tische und Bänke. Mit der Zeit waren fast alle Tische und Bänke mit massiven Verstärkungen versehen. Bei diesen Tischen handelte es sich nicht um die heute typischen Festbankgarnituren, sondern um selbstgebaute massive Holzkonstruktionen.
2017
2017 ist die Feuerwehr Weinfelden aus dem "neuen" Feuerwehr-Depot Bankstrasse 6 ausgezogen und ins Sicherheitszentrum an der Gaswerkstrasse 12 eingezogen. 2018 fand die letzte Füührwehrbeiz im Depot der Bankstrasse 6 statt. 17 Jahre lang wurde die Füührwehrbeiz im Depot Bankstrasse 6 durchgeführt.
2019
Im 2016 entstand ein komplett neues Beizem-OK unter der Leitung von Festwirt Marcel Lehmann. Das neue OK versuchte die FW Beiz auch weiterhin im Depot Bankstrasse 6 durchzuführen, da das Gebäude (Fahrzeugboxen) nach dem Auszug eigentlich weiterhin leerstanden, aber alle Versuche scheiterten eine Lösung mit den Zuständigen der Stadt zu erreichen.
Nun musste erstmals in der Geschichte der Füührwehrbeiz ein komplett neues Betriebskonzept und ein neuer Standort ausserhalb der eigenen 4 Wände gefunden werden. Das neue OK spielte alle möglichen Standorte und Szenarien durch welche man sich überhaupt vorstellen kann. Beiz verkleinern, vergrössern, ausserhalb der WEGA separat terminiert machen, mit einem anderen Partner an der WEGA durchführen, im neuen Sicheheitszentrum am Stadtrand durchführen usw. Einzig der Entscheid die Füührwehrbeiz gar nicht mehr druchzuführen wurde strikte abgelehnt. Irgendeine Lösung musste her und wenn diese noch so kreativ werden sollte.
Die Lösung war den Beizen-Betrieb in der Halle 7 druchzuführen wo früher diverse Akteure, unter anderem auch das Tessiner Grotto gewirtet hatten. Da diese Halle aber deutlich grösser und aufwendiger war, zudem etwas weniger hemdsärmlig betrieben werden musste, suchte man eine Zusammenarbeit mit einem lokalen Gastro-Betrieb. Die 2B-Vision AG welche unter anderem das Firehouse in Weinfelden betreibt, sagte ja zu einem gemeinsamen Gastro-Konzept. Der Feuerwehrverein betrieb Küche, Abwasch und Essen an die Tische tragen tagsüber bis ca. 19:00 Uhr, danach übernahm das Abendprogramm mit Live-Musik inkl. Barbetrieb die 2B-Vision AG. Absolut neu war auch, dass tagsüber für rund 360 Gäste in der Halle 7 Festbestuhlung vorhanden stand welche für das Abendprogramm abends rausgeräumt und morgens wieder aufgestellt werden musste. Glücklicherweise wurden wir erstmalig durch einen Gastro-Profi mit Rat und Tat unterstützt und konnten so einige Arbeitsabläufe optimieren und neue Herausforderungen meistern. Barpersonal von 2B-Vision unterstützte uns bei der Handhabung der neuen Profi-Kasse und der Getränkeausgabe. Neu war auch, dass das Geschirr nicht mehr im Küchenzelt sondern in der Hotelküche vom Thurgauerhof gewaschen wurde und dass Zusatzaufgaben wie die Verpflegung des Grossen Rates an externe Partner wie den Stelzenhof vergeben wurde.
2020
Fand aufgrund Corona keine WEGA und somit keine FW-Beiz statt.
2021
Fand aufgrund Corona keine WEGA und somit keine FW-Beiz statt. Das OK der FW-Beiz und auch der Vorstand des Feuerwehrvereins hatte aber schon länger in den Vorjahren eine Problematik bei der Verfügbarkeit bzw. Motivation der Helfer bemerkt und wollte nun diese Zeit des Stillstands nutzen, um in Form einer Umfrage abzutasten, wie eine FW-Beiz generell weitergeführt werden könnte bzw. wie motiviert die aktiven und ehemaligen Feuerwehrler dzu standen.
Zudem teilte uns die 2B-Vision AG mit, dass diese den Vertrag mit der Messe Weinfelden für die Halle 7 vorzeitig auflösen wird, da der Festhallenbetrieb nicht rentabel sei. Das noch recht neue OK musste also schon wieder einen neuen Partner für den Betrieb der Füührwehrbeiz in der Halle 7 suchen. Die Schützengarten Brauerei zeigte sich interessiert unter der Voraussetzung, dass die Halle 7 nicht unter dem Logo oder Namen der Brauerei betrieben wird. Das OK-FW-Beiz und auch die Messe Weinfelden arrangierten das Konzept so, dass die Füührwehrbeiz ab 2022 auch wegen Helfermangel tagsüber nur noch Abwasch und Küche macht plus das Essen an den Tisch bringt. Getränke-Service, Kassieren und das komplette Abendprogramm mit Barbetrieb wie bisher mit der 2B-Vision AG übernahm Schützengarten.
2022
Der Betrieb und die neue Partnerschaft in der Halle 7 mit Schützengarten Brauerei liefen sehr gut. Man musste sich an einigen Stellen neu finden und optimieren. Aber für beide Seiten und auch für die Messe Weinfelden war es eine mehr als nur gute Lösung. Das Zelt wurde neu im Stil einer Bierhalle gebaut und dekoriert. Der gesamte Verkauf von Getränken ging neu an Schützengarten welches aber auch zur Entalstung des Feuerwehrvereins Weinfelden das komplette Servicepersonal, Kassensystem, Marketingmassnahmen und Zeltinfrastruktur stellte. Küche, Dessert, Geschirr abwaschen, Essen an die Tische tragen und den Unimog betreiben übernahm der Feuerwehrverein weiter selbst.
2023
Das seit 2019 bestehende OK (Marcel Lehmann, Paul Pruss, Remo Meier, Felix Meier, Marco Belz) der Füührwehrbeiz teilte an der Vereins-Haupotversammlung 2023 mit, dass es geschlossen die Arbeit per Ende WEGA 2024 niederlegt und von den jeweiligen OK-Posten zurücktritt - aus beruflichen und privaten Gründen. Die Suche nach einem neuen OK wird gestartet.
2024
An der Vereinshauptversammlung 2024 wird das neue OK Füührwehrbeiz unter der Leitung des neuen Festwirts Marc Masselier vorgestellt welches ab 2025 übernimmt. Die erfreulichste Meldung für viele Vereinsmitglieder und Angehörige der Feuerwehr an dieser Hauptversammlung dabei ist aber nicht, dass man 10 neue tatkräftige Köpfe für das OK gefunden hat, sondern dass sich das neue OK entschlossen hat ab WEGA 2025 wieder das komplette Tagegeschäft (Küche, Abwasch, Buffet und Service) selbst abzubilden. Das neue OK Team ist sich der Herausforderungen welche das neue Tagesgeschäft sowie andere Faktoren (steigende Preisentwicklungen im Einkauf, Wegfall bisheriger Garderobe/Trockenlager usw.) durchaus bewusst. Man sieht aber auch ganz klar Möglichkeiten um Umsatz, Gewinn und Kundenbindung zu erhöhen.
2025
Es wurde erstmalig ein eigenes meodernes Kassensystem eingeführt, das nach kleineren Startschwierigkeiten erstaunlich gut funktioniert hat. Nur ein kurzer Internetausfall seitens der WEGA war am Montag zu verzeichnen, der aber schnell behoben werden konnte. Die meisten Schichten konnten besetzt werden, lediglich im Service war es etwas knapp. Durch konsequenten Einkauf konnte Food Waste vermieden werden. Die Poulets waren am Montagspätnachmittag ausverkauft, die übrig geblieben Pommes konnten an as Rest. Eisenbähnli weiterverkauft werden und die restlichen Schnitzel wurden den Helfern zum Selbstkostenpreis abgetreten. Da der alte Unterstand beim Thurgauer Hof wegen der neuen Notausgangstreppe nicht mehr zur Verfügung stand, wurde ein regendichter Kohlebunker direkt neben dem Grill gebaut und die Garderobe in einem grossen Anhänger der Firma Relationlight GmbH. Beim Verkauf Poulet und Schnitzel wurde ein Aufwärtstrend festgestellt, dem wird bei den Bestellungen für 2026 Rechnung getragen. Insgesamt wurden 7384 Bier, davon allein 1550 aus dem Unimog und 1838 Portionen Poulet/Pommes verkauft. Die umsatzstärksten Tage waren der Sonntag für das Essen und der Samstag bei den Getränken. Im OK gab es auch Ende 2025 einige Mutationen. Kaspar Schweizer hat das OK infolge Berufes verlassen und Michael Signer ist weggezogen. Neu dazu ist Isabell Rothe in den Bereich Infrastruktur gekommen. Philippe Wälchli unterstützt neu im Bereich Personal.